Dienstag, 25. September 2018

Bar Harbor - Bangor

Entweder ist jetzt der Wurm drin oder irgendetwas da draußen will mir sagen, ich soll keine Whale-Watching Tour unternehmen. Schon wieder fange ich aber mit dem Ende an. 
Der Tag begann damit, dass ich in Bar Harbor ausgecheckt und mich auf den Weg weiter Richtung Norden gemacht habe. Das Tagesziel lag zwar nur 50 Meilen nördlich, aber um dahin zu kommen, habe ich einen 300 km langen Umweg gemacht und mir die Landschaft von Maine angesehen, in die sich scheinbar weniger Touristen verirren. Dabei ist mir aber dann auch aufgefallen, warum ich bisher weniger Bilder als auf meiner letzten Tour gemacht habe. Während damals an allen sehenswerten Stellen auch ein Aussichtspunkt war, wo man halten und sich umsehen konnte, so ist hier in den ersten Tagen an diesen Stellen sehr oft alles mit "Hier auf keinen Fall auch nur stehen bleiben" beschildert oder der Fahrbahnrand direkt so blockiert gewesen, dass zum Anhalten keine Chance war.
Heute war ich auf einigen Abschnitten dann sogar ganz alleine unterwegs, so dass ich mal ein paar Fotos von der Landschaft machen konnte.












Ein Ziel und Grund des Umweges war es, den östlichsten Punkt der USA zu besuchen. Den Leuchtturm West Quoddy Head Lighthouse bei der Stadt Lubec am Ausgang der Bay of Fundy und eigentlich jedes Land, was man von hier aus sieht, ist schon Canada.
Hier kam mir der Gedanke, dass in meinen Kamerarucksack auch noch ein kleines Fernglas gehört. Eine handvoll Leute standen hier und schauten mit eben solchen auf die Bucht hinaus und suchten sie nach Walen ab. Etwa eine Stunde stand ich dort und habe nicht wirklich etwas von diesen Tieren gemerkt. Nur einmal kurz steckte etwas seinen Kopf heraus, was ich einfach mal als Seelöwen bezeichnet habe. Das Tier, was immer es war, war zu weit weg, um es wirklich zu erkennen.
In der Zeit kam aber auch etwas Wehmut auf. Ziemlich ganz genau 18 Jahre ist es her, dass ich da draußen mit der Marine unterwegs war und Halifax besucht habe. 
Irgendwie habe ich das Meer schon immer geliebt. Und erst vor wenigen Wochen haben die Berge Bayerns einmal mehr bewiesen, dass ich das Meer ihnen jederzeit vorziehen würde. 
Aber dann hieß es irgendwann, Abschied zu nehmen. Von nun an geht die Tour weg von der Atlantikküste. Naja, ok. Nicht ganz. Ich tausche die Atlantikküste gegen die Ufer eines Flusses.






Heute Nachmittag ging es aber erst einmal über Land zurück nach Bangor.
Ich meine, es wäre so um 1993 gewesen, dass mein Vater mir ein rotes Taschenbuch in die Hand  gedrückt hat, welches er geschenkt bekommen hat, es ihn aber nicht interessierte. Taschenbuch fand ich damals sehr gewagt für ein Buch mit 1056 Seiten. Es war das Buch "ES" von Stephen King, welches mich gefesselt und eine Liebe geweckt hatte, die sehr lange anhielt. Ein ganzes Regal meiner Bücher sind Stephen King Bücher.
Stephen King ist zwar in Portland/Maine geboren, seine Werke als Schriftsteller entstanden aber, zum größten Teil, in und um Bangor und sehr viele Orte und Plätze in Maine inspirierten seine Fantasien. Das Buch ES (und auch andere Werke) spielt zwar in der fiktiven Stadt Derry aber Bangor stand Pate für diese Stadt. Einige Orte aus diese Werken sind hier zu sehen und hier war ich mal ganz Fan und habe den Nachmittag damit verbracht, durch Bangor zu laufen und mir ein paar dieser Plätze anzusehen.
Leider bin ich dabei aber auch vom Regen eingeholt worden und während ich hier schreibe, regnet es sogar ziemlich heftig da draußen.

Das erste Ziel war natürlich das Haus, in dem Stephen King wohnt.  Wohnen soll, muss man besser sagen. Er verbringt zwar immer noch sehr viel Zeit in Bangor und ist wohl auch ein großer Mäzen in der Stadt, dem man auch begegnen kann, wenn man nur lange genug hier ist, aber er hat wohl auch ein Anwesen in Florida um der Kälte hier zu entfliehen. 
Außerdem habe ich heute gehört, weiß aber nicht, ob es stimmt, dass er am anderen Ende der Straße, in der sein Haus steht, ein weiteres Haus gekauft haben soll, in dem er lebt, da vor seinem Haus doch immer wieder Touristen halten und sich das Anwesen ansehen. Es ist aber auch ein recht offenes Geheimnis und steht in jedem Reiseführer oder auf Wikipedia, so dass es leicht zu finden ist.

Das Haus von Stephen King.
ES dreht sich ja um den Clown Pennywise, dem mehrere Kinder begegnen. Eine Begegnung macht "Stan" bei einer Vogelbeobachtung. Er sitzt auf einer Bank und beobachtet ein Vogelbad und dann dreht er sich um und begegnet dem Clown in einem Wasserturm. Ich schreibe dies, weil es hier genau so aussah.

Hier das Vogelbad.

Und auf der anderen Seite der Straße, der Wasserturm.
Auch den Kenduskeag, die Barrens und den Penobscot River habe ich gefunden, aber entweder im Regen keine Bilder gemacht oder sie sind nicht so gut geworden. Eines habe ich aber noch geschossen. Schon auf meiner letzten Tour habe ich ein paar der "Muffler-Men" Fiberglas-Skulpturen fotografiert, welche mir, vor allem entlang der Route 66, begegnet sind. So gibt es auch eine dieser Statuen in Bangor. Es ist eine Statue von Paul Bunyan. Einem sagenhaften Holzfäller, dem ich auch schon, mit einem Hot-Dog in der Hand, in Cicero bei Chicago begegnet bin. Die Skulptur hier ist die größte von Paul Bunyan weltweit. Wobei der scheinbar nur in Amerika bekannt ist.
Diese Skulptur kommt auch im Roman ES vor und erweckt darin zum Leben.


So, jetzt habe ich fast genug zu Stephen King geschrieben und auch in den letzten Tagen einige Filme erwähnt. Ich gebe zu, das muss ein Ende haben, aber ein letztes Foto noch, den dieser Ort ist mir heute schon früh begegnet und ich habe ihn sogar wiedererkannt. Das folgende Haus diente als Location für den Film Friedhof der Kuscheltiere.


So, mehr Filmreminiszenzen sind während meiner Reise nicht geplant. versprochen.
Mein Motel liegt direkt am Rand von Bangor und war bisher das günstigste meiner Reise. Dafür war ich mehr als angenehm überrascht. es ist ein großes, sehr sauberes, Zimmer und, das kann man schlecht auf Bildern wiedergeben, es riecht sogar gut. Auch das ist nicht immer selbstverständlich. Hier könnte ich es aushalten. 



Allerdings geht es morgen schon wieder weiter und damit zurück zu den anfangs erwähnten Problemen. Es soll ja immer noch eine Whale-Watching Tour anstehen und ich habe einen Ort gefunden, den ich in meine Tour einbauen kann, wenn ich dafür einen Tag überspringe. Denn die letzte Tour dieses Jahres findet übermorgen statt. Ich muss also morgen dahin, um übermorgen um 9 Uhr das Schiff zu besteigen.
Das bedeutet zwar, dass ich die zweite Hälfte der Reise etwas ausdehnen muss, aber dafür wird es dann genug Museen und solche Sachen geben, dass ich das schaffen werde. Also, wollte ich die Wal-Tour diesmal im Internet klar machen, damit mir nicht wieder etwas passiert wie gestern in Bar Harbor. Zuerst einmal ein Hotel für die nächsten beiden Nächte ausgesucht. Das ging schnell und war wieder günstig. Sogar noch günstiger als für diese Nacht. Ich bin gespannt, was da raus kommt.
Dann ging es an die kostenpflichtige Reservierung für die Schiffstour.
Erst sah alles aus, als würde es reibungslos funktionieren, als ich aber alle Zahlungsinformationen absenden wollte, hing sich die Seite auf und ich weiß nun nicht, ob ich reserviert habe oder nicht. 
Ich kann die Reservierung nicht wiederholen, denn habe ich sie abgeschickt, würde ich sie doppelt bezahlen. Habe ich sie nicht abgeschickt, kann es passieren, dass ich wieder ein ausgebuchtes Schiff vorfinde und dann ein Hotel für zwei Nächte habe, wo ich nur eine brauche. Alles unschön.
Morgen früh werde ich versuchen, da anzurufen und ich habe auch schon eine Mail-Anfrage abgeschickt. Irgendwie muss das klappen.
Bei allem Pech, welches ich aber so weit mit den Walen hatte, befürchte ich, ich werde es auf das Schiff schaffen, aber keines der Tiere wird sich zeigen. Na ja, auch das werde ich überleben. Könnte schlimmer sein, könnte regnen. Ach ja, das soll es ja morgen auch noch ganztägig. Hm.


Montag, 24. September 2018

Old Orchard Beach - Bar Harbor

Bisher sah ich mich immer gerne als Glückskind, was das Reisen betrifft. Oft Glück mit dem Wetter, und vor allem, meine Pläne gingen immer auf, egal ob sie langfristig, kurzfristig oder gar spontan geplant waren. Aber heute ist meine Glückssträhne gerissen. 

Bevor es aber dazu kam, bin ich gegen 8 Uhr in Old Orchard Beach aufgebrochen und habe mich auf den Weg nach Portland gemacht, der größten Stadt im Bundesstaat Maine, in dem ich mich mittlerweile befinde. Dort war mein erstes Ziel ein Leuchtturm, von dem ich Bilder machen wollte.
Das Wetter dafür war fast perfekt, viel blauer Himmel und Sonnenschein, aber leider ging der Wind recht stark und die Kamera wackelte doch sehr auf dem Stativ. Egal, wie man die Bilder finden mag, wer mal in der Gegend ist, sollte sich diese Ecke um den Portland Head Light Leuchtturm einmal ansehen. Echt sehr schön dort.
Nachdem ich den Leuchtturm dann wieder verlassen habe, bin ich in den Hafen von Portland gefahren. Wie überall in dieser Gegend, gibt es einen Stadt- oder Dorfkern, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, wenn man sich die Gebäude ansieht. Was ich dort sehr interessant fand. Auf einer Pier steht ein Stück der Berliner Mauer.

Schönstes Wetter am Atlantik.

Portland Head Light von der einen...

... und von der anderen Seite.

Die Berliner Mauer im Hafen.
Heute war wieder viel Auto fahren angesagt, ich habe nicht genau geschaut, aber über 1200 km habe ich bestimmt schon geschafft. Mein Ziel ist es, in den äußersten Nord-Osten zu kommen. Dabei passiert man, so dicht an der Küste, natürlich immer wieder Leuchttürme. Einen weiteren habe ich mir ausgesucht für ein kleines Quiz. In welchem Film habt ihr den schon mal gesehen?


Erkannt?
Tom Hanks, als Forrest Gump, rannte hier entlang, bevor er wendete, um wieder zur anderen Küste zu laufen.

Ansonsten fällt es mir schwer, heute viel zu (be-)schreiben und ich habe auch sehr wenige Bilder gemacht. Mich hält es auf einer solchen Reise schwer an einem Ort oder anders gesagt, der Weg ist das Ziel und heute war der Weg wirklich schön. Meist rechts von mir der Ozean im Sonnenschein und um mich herum lange bewaldete Abschnitte, in denen nur wenig Menschen leben. Immer wieder Seen, Flüsse oder Buchten, an denen man hier entlang fahren und alles genießen kann.
Schon vor zwei Jahren habe ich mal darüber nachgedacht, die Fahrt selber mit einer Kamera zu filmen. Auch heute wäre das die einzige Möglichkeit, zu zeigen, dass es wirklich schön hier im Nordosten der USA ist. Nur der bunte Indian Summer, auf den ich wieder gehofft habe, bleibt aus. Auch hier war der Sommer viel zu trocken und so sind auch die Blätter eher vertrocknet, als bunt an den Bäumen.

Nochmal die Küste.

Mündung des Penobscot River.

Der Penobscot River.
Am späten Nachmittag bin ich dann im (oder am) Acadia Nationalpark angekommen und habe ihn auf der Route 3 einmal umrundet und auch hier die Schönheit genossen, bevor ich dann zu meinem Ziel, Bar Harbor gefahren bin. Ein nettes kleines Städtchen an der Frenchman Bay. Hier riss dann, wie schon angedeutet, meine Glückssträhne. Etwa eine halbe Stunde vor Ankunft, habe ich im Internet gesehen, dass von hier aus Whale Watching Touren angeboten werden und ich wollte am nächsten Tag eine solche Tour machen. Es wären noch Tickets verfügbar.
Als ich dann endlich im Motel war und mich auf dem Weg in die Stadt zum Ticketschalter gemacht habe, musste ich dort erfahren, dass die morgige Tour seit wenigen Minuten ausverkauft sei. Na prima. Jetzt ist im Oktober zwar nicht mehr hundertprozentig sicher, auf solchen Touren noch Wale zu sehen, versucht hätte ich es aber schon gerne. Mal sehen, ob sich noch eine Chance bietet, eine kleine Chance gibt es noch, aber die ist wirklich klein.
Und wenn et nit ränt, dann dröpp et. An einer Küste heute habe ich mir den Knöchel verknickt und sitze gerade hier und kühle meinen Fuss. Gehen geht zwar noch, aber die Alternative für morgen, eine längere Wanderung durch den Park zu machen, will ich erst mal nicht riskieren. Außerdem ist immer noch für die nächsten beiden Tage Regen gemeldet. Kann man schwer glauben, wenn man das Wetter heute gesehen hat, aber was heißt das schon?
So werde ich morgen noch mal mit dem Auto eine kleine Runde hier im Park drehen und dann weiter fahren. Allerdings muss ich dafür die nächsten vier Tage komplett umplanen, um wieder in meinen Zeitplan zu kommen. Wenn das Kühlen hilft, dann gäbe es eine Alternative zum Wandern in den Wäldern von Maine oder ich weite die Tour doch noch etwas weiter aus.
Aber das kann ich mir auch morgen noch überlegen. Warum heute Abend schon? 

Straßen in ...

... Bar Harbor.

Ein Kreuzfahrtschiff vor Anker im Hafen.

Mein Kia Forte vor meinem Zimmer für die Nacht. Der kleine Anbau.

Sonntag, 23. September 2018

Boston - Old Orchard Beach

Auch heute hatte ich wieder Glück mit dem Wetter und bin bei Sonnenschein über Boston aufgewacht. Laut Wetterbericht soll sich das aber in den nächsten Tagen ändern. 
Heute wollte ich Boston schon wieder verlassen, habe jedoch vorher noch einen Halt im Vorort Cambridge eingelegt und den Campus der Eliteuniversität Harvard besichtigt. An einem Sonntag Morgen ist es hier recht verschlafen, nur eine große Zahl asiatischer Touristen lief herum und jeder einzelne von Ihnen wollte ein Bild mit der Statue von John Harvard. Glücklicherweise bemerkte eine der Damen nach einer Weile, dass ich ein Bild ohne jemanden aus der Reisegruppe haben wollte und hat kurz für Ordnung gesorgt, so dass ich mein Bild machen konnte.
Danach bin ich noch etwas zwischen den Gebäuden umher gelaufen, bevor ich dann aber endgültig Boston in nordöstliche Richtung verlassen habe.

Über der Tür steht: "Tritt ein, um in Weisheit zu wachsen."

Siegel der Universität.

Statue des Gründers John Harvard.



Hat schon mal jemand von den Hexenprozessen in Salem gehört? Dieser Ort war das erste Ziel der heutigen Fahrt. 1691 begannen hier Kinder sich auffällig zu verhalten und mehrere Frauen wurden beschuldigt, die Kinder verhext zu haben. Daraufhin wurde ihnen der Prozess gemacht und sie zu größten Teil erhängt. Eine 80-jährige verweigerte die Aussage und wurde dafür zwischen Steinen zerquetscht.
In der Stadt dreht sich heute alles um Hexen, irgendwie als würde man das alles feiern, anstatt das Negative darin zu sehen. Nun ja, es hat ja auch bis 2001 gedauert, bis die letzten beschuldigten Hexen für unschuldig erklärt wurden. An vielen Straßenlaternen hingen Hexenfiguren, von denen ich sagen muss, die ein oder andere erinnerte mich irgendwie an die ein oder andere Freundin.

Eine andere Sehenswürdigkeit ist das Haus der sieben Giebel, welches Nathaniel Hawthorne zum gleichnamigen Roman inspirierte. Das Haus hat wohl einer Verwandten gehört und er war hier häufig zu besuch. Heute ist das Haus ein Museum, für dass das innere des Hauses so umgebaut wurde, dass es der Romanvorlage entspricht, welche eine der Hauptwerke der amerikanischen Literatur sein soll. Mir ist dieses Buch bisher leier unbekannt.

Am Ende habe ich dann noch ein Gebäude gefunden, von dem dort gesagt wird, dass Alexander Graham Bell hier die erste öffentliche Demonstration eines Telefons veranstaltete, ein Gespräch mit dem Boston Globe.



Denkmal für Nathaniel Hawthorne.




Den Hai bemerkt?
Eingang zum Haus der sieben Giebel.
Der älteste Süßwarenladen der USA.

Haus der Demonstration Bells.
Hinter Salem habe ich die Schnellstraßen verlassen und bin auf dem Essex Scenic Costal Byway immer entlang der Küste gefahren. Dabei kam ich, für die Cineasten, durch den Ort Manchester by the Sea. Der Ort, in dem der gleichnamige Film spielt. 
Ein anderer Film wurde auch durch Ereignisse im nächsten Ort, Gloucester, in dem ich spazieren ging, inspiriert. Im Film "Der Sturm" versinkt die Andrea Gail, mit George Clooney am Ruder, in einem gewaltigen Herbststurm. Nicht nur für die Besatzung dieses Schiffes, sondern für alle verunglückten Seeleute der Gegend, steht hier ein Denkmal, welches an 5368 auf See Gebliebenen zwischen 1716 und 2011 erinnert. Auf Tafeln daneben, jeder einzelne davon namentlich genannt.
Etwa 500 Meter daneben steht eine weitere Statue für die Frauen und Kinder, die zu hause gewartet und immer wieder auf See hinaus gesehen haben, ob der Mann wiederkehrt.

Denkmal für auf See gebliebene Seeleute.

Denkmal für die wartenden Familien.

Segelschiff im Hafen.
Von Gloucester ging es in den Nachbarort Rockport. Ein nettes, kleines Städtchen direkt am Meer. Selbst heute, außerhalb der eigentlichen Touristensaison, war der Ort total überlaufen. Was meinem Vater wohl nicht gefallen würde, überall roch es nach Fischgerichten, was mir nicht gefallen hat, ich habe sehr viele Deutsche getroffen dort.
Dort gibt es einen Lagerschuppen, der wohl das beliebteste Fotomotiv des Ortes ist und sich Motif No1 nennt. Ich habe nicht wirklich verstanden, was an dem so besonderes sein soll. Aber der Hafen war schon recht ansehnlich nett.

Rockport

Helmuts Strudel mit dem Wappen von Brandenburg. Ich vermute deutsche Wurzeln.

Aussicht über die Hafeneinfahrt.

Motif No1

Hafen von Rockport.

Hafen von Rockport.
Von Rockport aus ging es weiter an der Küste nordwärts. Vorbei an schönen Stränden und Küstenabschnitten. Jedoch war der Nachmittag schon fortgeschritten und die nächste Übernachtung war zu planen. Entschieden habe ich mich für den Ort Old Orchard Beach. Im Sommer wohl ein teurer, überlaufener Ort, bestehend aus Freizeitpark, vielen Motels und natürlich dem Strand, Restaurants und Souveniershops. Jetzt, außerhalb der Saison war hier vieles geschlossen und der Ort wirkte verlassen, aber tatsächlich hatte das ein oder andere Motel doch geöffnet.
Entschieden habe ich mich für ein sehr billiges und von außen sah das dann vor Ort auch genau so aus. Dafür war ich angenehm überrascht, dass das das Zimmer einen sehr sauberen, angenehmen Eindruck machte.

Bevor ich jedoch zum Motel gefahren bin, bin ich in Kennebunkport am Anwesen der Bushs. Ein sehr eindrucksvolles Anwesen, bestehend aus mehreren Gebäuden, welches heute, da gleich zwei der Bushs Präsidenten waren, vom Secret Service überwacht wird. Das Haus war aber schon lange im Besitz der Familie, ein Vorfahr der Bushs hat es erworben und es wurde dann weiter vererbt.
Beide Präsidenten haben dort Staatsbesuche empfangen und so waren in dem Haus schon Persönlichkeiten wie Margret Thatcher, Vladimir Putin und Nicholas Sarkozy.

Einer der Strände, an denen ich heute vorbei kam.

So ähnlich sah die Küstenstraße heute oft aus.

Bush-Anwesen.

Anbauten des Anwesen.

Motels und...

...Freizeitpark in Old Orchard Beach.


Scranton - Newark

Ich bin auf dem Flughafen. Die letzten Stunden und Kilometer Autofahrt verliefen reibungslos. Der Verkehr nahm in Richtung New York City zu...