Sonntag, 9. September 2018

Reisevorbereitungen

Da ich tatsächlich schon wieder angesprochen werde, wann es denn los geht und ich wieder schreiben würde, dachte ich mir, ich erzähle nochmal etwas über meine Vorbereitungen. Falls jemand auch mal auf eine ähnliche Reise gehen mag, hoffe ich, ihm oder ihr damit vielleicht ein paar nützliche Tipps zu geben.

Für Reisen in die USA oder nach Kanada braucht man kein Visum, aber einen gültigen Reisepass. Wie lange der noch gültig sein muss, weiß ich leider nicht mehr ganz genau, erinnere mich aber, dass er nicht in nächster Zeit ablaufen sollte.
Egal in welches der beiden Länder man einreist, man braucht einen gültigen Einreiseantrag. Für die USA ist dies das ESTA-, für Kanada ist dies das ETA-Formular. Sollte man, wie ich das im Moment plane, die Grenze per Auto überqueren wollen, so braucht man, als Deutscher, wohl nur den Reisepass. Das bedeutet für mich, ich bräuchte für die USA bei der Einreise das ESTA Formular, welches man im Internet findet, bei der U.S. Customs and Border Protection. Kosten belaufen sich auf 14 Euro und es ist von der Bestätigung 2 Jahre gültig, aber an den Reisepass gebunden. Auf der Seite wird man informiert, dass es bis zu 72 Stunden dauern kann, bis es eine Bestätigung gibt, aber sowohl vor zwei Jahren, als auch diesmal, kam die Bestätigung binnen 10 Minuten.
Aus Neugierde habe ich mich Dich dann doch auch über das ETA-Formular schlau gemacht. Hier gibt es einen kleinen, aber feinen Unterschied. Der Antrag kostet hier nur 4 Euro und das Formular ist 5 Jahre gültig. Da dieses derart günstig ist, ich ja auch gerne mal in den Westen Kanadas möchte und es so günstig ist, dachte ich mir, ich fülle es aus. Mein Reisepass ist noch 4 Jahre gültig, dadurch verliere ich dann doch ein Jahr des Antrags, aber bei 4 Euro...
Dann kam aber die Überraschung. Ich google ETA Antrag, fülle das Formular aus, welches man mir anbietet und soll bezahlen. 34 Euro. Ups, was ist das? Es gibt wohl, wenn man dieses Formular anbietet, ca. 5 Anbieter, die alle zu einem stolzen Preis so aussehen, als wären sie eine offizielle Seite. Es sind aber alles nur Art Vermittlungen. Auch hier wichtig, das Formular von der Regierungsseite auszuwählen. Die Adresse ist irgendwas mit Canada.ca. Dort ausgefüllt, 4 Euro bezahlt und hier galt auch, die Bestätigung kann bis zu 72 Stunden dauern, hier kam sie nach 2 Minuten.

Die Flüge habe ich bei der Lufthansa gebucht. Vielleicht nicht das günstigste Angebot, aber dafür hat man etwas mehr Platz, als bei AirBerlin Nachfolgern. Man wird alt und gönnt sich etwas Bequemlichkeit. Auf dem Rückflug, der die gleiche Flugnummer hat, wie vor zwei Jahren, nicht mehr Verfügbar, habe ich diesmal auf dem Hinflug einen Platz mit extra Beinfreiheit. Kostet so um die 70 Euro, aber das ist es mir wert.
Drückt mir die Daumen, dass Hinflug ziemlich pünktlich ist, das Programm ist schon eng gestrickt, da könnte eine Verspätung schon weh tun.

Hin- und Rückflug gehen nach und von Newark/New Jersey, vor den Toren von New York City. In den Big Apple geht es aber diesmal nicht, sondern am Flughafen wartet hoffentlich ein Mietwagen auf mich, mit dem es von da aus Richtung Norden geht.
Wer einen Mietwagen in den USA bucht und eine ADAC Mitgliedschaft hat, sollte einmal dort nach Angeboten schauen. Wie vor zwei Jahren schon, habe ich dort das günstigste Angebot gefunden.
Auch zu beachten ist, dass ein internationaler Führerschein gerne gesehen ist.Dies ist ein Dokument, welches man über das Straßenverkehrsamt bekommt, gar nicht so teuer und drei Jahre gültig ist. In wenigen Staaten ist der wohl unbedingt notwendig (ich meine Kentucky, Tennessee, Florida, aber nicht mehr ganz sicher) und wird wohl sonst sehr gerne gesehen, auch von den Autovermietern.
Gebraucht habe ich den internationalen Führerschein vor zwei Jahren nie, aber er ist noch gültig und sicher ist sicher.

Was kann ich sonst über meine Pläne schreiben? Wohin es geht? Es gibt zwar schon einen Plan, eine grobe Route, aber wenn ich das wirklich schaffen will, bräuchte ich eine Woche mehr und es gibt immer noch ein zwei Plätze, die ich noch nicht untergebracht habe. Selbst ein American-Footballspiel ist zwar noch in der Planung, könnte aber, aus Zeitnot, hinten raus fallen.
Das noch nichts feststeht, kann ich leicht damit belegen, noch habe ich nicht ein Hotel gebucht, weiß von der ersten Nacht an nicht, wo ich übernachten werde. Diesmal habe ich aber auch nicht vor, zu viel vorher zu verraten und es so spannender zu machen. Vielleicht wird ja mit etwas mehr Neugierde mitgelesen, wo ich wohl am jeweiligen Tag gelandet bin.
Wenn alles so gut funktioniert, wie vor zwei Jahren, dann sollte es jeden Morgen (deutscher Zeit) etwas zu lesen und hoffentlich auch zu sehen geben.
Gut funktionieren, das ist das richtige Stichwort. Hoffentlich funktioniert alles wieder so reibungslos, wie beim letzten Mal. Dann wird die Reise auf jeden Fall wieder toll. Solange nichts passiert ist alles gut. Allerdings haben die Probleme schon begonnen. Mein Navi will die Straßenkarten für die USA nicht laden. Das ganze Wochenende verzweifle ich schon.
Drückt mir bitte die Daumen, dass das noch klappt und vor allem, drückt mir die Daumen, (oder wie man es in den USA macht, kreuzt die Finger,) damit nichts passiert.

PS: Ich höre gerade, dass das Wetter an der Ostküste momentan sehr schlecht ist, auch dafür noch Daumen drücken bitte.

Samstag, 1. September 2018

On the Road again

heißt es in einem Countrysong von Willie Nelson. Und in wenigen Tagen heißt es das auch wieder für mich. Doch von vorne.

Vor ein paar Wochen kam bei mir die Idee auf, noch einmal Urlaub zu machen. Sonne, Pool und Relaxen. Aber ich wusste nicht wirklich wohin und ob es nicht zu langweilig ist, die Tage alleine am Pool verbringen.
Zum Glück gib es aber Facebook und Zufälle. Während ich abends American Football sah, die Buffalo Bills in einem Heimspiel, postete eine Freundin Fotos von sich an den Niagara Fällen und ich dachte, "Hey, das ist nicht so weit von dem Spiel, ich könnte da jetzt im Stadion sein."
Von da an verselbstständigten sich dann meine Gedanken: Flieg doch in die USA und schau dir ein Spiel an. Wenn du da bist, kannst du dich auch ein wenig da umsehen. Lohnt sich das für zwei Wochen? Was kann man sich da ansehen."
Ein Dank hier an mein Umfeld, welches mich nicht nur ermutigt hat, mich auf den Weg zu machen, sondern auch, im Falle meiner Chefin, sehr entgegenkommend war, mir frei zu geben, auch wenn sich etwas Arbeit angehäuft hat.

Zwar ist der Urlaub nur etwas mehr als halb so lange, wie vor zwei Jahren, die Vorbereitungszeit ist aber deutlich kürzer. Gestern habe ich erst beschlossen, ich mache das und am 19. September geht schon mein Flug Newark bei New York. Sowohl die Flüge als auch ein Mietwagen waren schnell gebucht. Einen Plan, was genau ich denn da mache, habe ich noch nicht. Aber ich habe ja noch zwei Wochen Zeit.

New York City werde ich aber nicht besuchen. Die erste Idee bisher ist, am ersten Tag etwas in Richtung Westen zu fahren, bis der lange Tag seinen Tribut zollt und dann am zweiten Tag auch nach Niagara Falls zu kommen
Von da an ist allerdings dann noch gar nichts sicher. Grob vorgestellt habe ich mir, von da aus nach Kanada zu fahren und über Toronto und Montreal Richtung Neuengland zurück in die USA zu fahren, dort Bangor zu besuchen, die Küste entlang zu fahren, historische Plätze aus der Zeit des Unabhängigkeitskrieges zu besichtigen, Zeit in Boston zu verbringen und dann doch leider wieder nach Hause zu fliegen.

Natürlich hoffe ich auch noch, Karten für ein Footballspiel zu bekommen. In Frage kommen da oben nicht so viele Teams, aber ich schiele ein wenig auf ein Spiel der New England Patriots.

Ich hoffe, dass auch diesmal wieder viele meine Reise im Internet verfolgen und werde es auch hoffentlich wieder schaffen unterhaltsam zu sein. Oben rechts kann man wohl seine Mailadresse angeben, um über Neuigkeiten informiert zu werden. Ich weiß aber nicht, ob das wirklich funktioniert und habe ja eigentlich auch vor, jeden Abend wieder zu schreiben, so dass es jeden Morgen für Euch etwas zu lesen gibt.
Wem es wieder Spaß macht, mit mir auf diesem Wege auf die Reise zu gehen, der darf mir gerne auch mal schreiben und es mich wissen lassen.

Scranton - Newark

Ich bin auf dem Flughafen. Die letzten Stunden und Kilometer Autofahrt verliefen reibungslos. Der Verkehr nahm in Richtung New York City zu...